Fiby von Williamshof - Schreiberling -
Fiby von Williamshof   - Schreiberling -

Zufall

 

 

Glauben wir an Zufälle ?......

Ehrlich gesagt ich nicht sollte aber eines besseren belehrt werden.

Ich genieße gerade ein paar Tage Urlaub in den Bergen, sitze auf einer Bank und lass die Aussicht, die frische Luft auf mich wirken. Meine Gedanken schlugen Purzelbäume so richtig bin ich hier noch nicht angekommen

.Lässt mich einfach nicht los was ich noch gestern mit einer Kollegin gesprochen habe, die Frage glaubst du an Zufälle,selbstsicher habe ich diese Frage verneint.Wie oft habe ich schon selbst bemerkt ich lasse den Zufall spielen ich renne nicht der Liebe oder dem Glück hinter her.Und nun beschäftigt mich dieses Thema.Da stellt man sich schon die Fragen , woher kommt dann die Weisheit prüfe wer sich ewig bindet, oder heißt es nicht immer jeder ist sein eigens Glückes Schmied,.Nein es gibt keine Zufälle, es kommt alles wie es kommen soll .

Mit geschlossenen Augen atme ich tief ein versuche meine Gedanken zu ordnen, bemerke wie die Vogel mir ihre Arien singen, werde ruhiger entspannter und nehme plötzlich Geräusche und Dinge war die ich vorher nicht mal bemerkt hatte. Das rauschen der Bäume die ihre Kronen im Wind wiegen und das leise knacken der morschen Zweige.Ein leichter Wind lassen mich kurzzeitig frösteln, aber dem kann man Abhilfe schaffen.

Meine kleine Hündin liegt erwartungsvoll im Gras und schaut mich mit ihren kleinen Knopfaugen an , als wenn sie mich zur Bewegung auffordern möchte.Eine willkommene Abwechslung nicht über die Gedanken ins Grübeln zu verfallen.

Ich suche nach etwas passendes zum Werfen , da kommen die herumliegenden Tannenzapfen gerade recht.Ich greife mir einige und werfen sie.Es immer wieder schön anzuschauen was es ihr für Freude macht den Gegenständen hinter her zu jagen. So verbringen wir einige Zeit mit dem Spiel bis sie den Anschein macht nicht mehr zu können und ich genug Bewegung hatte das meine Körpertemperatur wieder angestiegen ist. Wir machen es uns wieder gemütlich und da sind sie wieder die Gedanken.

Ich beobachte das kleine Fellknäuel wie es genüsslich an den Tannenzapfen knabbert und sich sichtlich wohl fühlte.

Selbst der Kauf diesen kleines Wesens war das ein Zufall. Ich kann mich noch genau erinnern als ich mir aus dem Wurf meinen zukünftigen Hund aussuchte. Ich kniete im Gehege und beobachtete die Welpen,bis ich mich für eine entschied die mit ihren tapsigen Gang mein Herz zu erobern schien.Ich nahm sie auf meinen Schoss und knuddelte sie ein wenig und da geschah es. Die anderen sechs schienen nicht mal Notiz von mir zu nehmen, nur diese eine, sie kam ohne Scheu auf mich zu setzte sich vor mich und schaute mich mit ihren kleinen Kulleraugen direkt an. Die andere schien es sich gerade gemütlich zu machen, als mich ein kleines zaghaftes stupsen am Knie nach unten schauen ließ. Sie schaute mich intensiv an und wollte mir zu verstehen geben, du schau mal ich bin doch auch niedlich willst du nicht mich. Unsere Blicke trafen sich, das stupsen wurde intensiver. Ich setzte die ich mir zuerst ausgesucht hatte wieder runter und griff nach ihr, das Schwänzchen bewegte sich so heftig das es bald drohte abzufallen, die Augen strahlten, die kleinen Pfoten umklammerten meine Hand. Endlich auf meinen Schoss angekommen erhielt ich sofort ein liebevolles Schlecken in meinem Gesicht,ich drückte sie ganz fest an mich und hatte meine Wahl getroffen. Bis heute habe ich diese Entscheidung nicht bereut.

Aber war das Zufall das gerade sie mich erkoren hat oder war es einfach der Instinkt diesen kleinen Wesens das sie es bei mir gut haben und eine Freundschaft für die Ewigkeit wird. Nein ich bin mir sicher kein Zufall, einfach nur gesucht und gefunden so wie es sein sollte.

Ich beschloss noch ein wenig an Ort und Stelle zu verweilen bis wir wieder den Rückweg ins Hotel antreten. Für einen kurzen Moment genoss ich die Ruhe , die frische Luft die Gewissheit ein paar schöne Tage ohne Arbeit zu verbringen, bis ein Donnerschlag mich aus meinen Gedanken riss.

Wir saßen direkt mit dem Rücken zum Hang vor mir schien noch die Sonne und hinter mir schoben sich mächtige schwarze Wolken über die Bergspitze. Sahen sie aus als wenn ein dunkles Ungeheurer mich zu verschlingen drohte. Wir nahmen sofort den Rückweg in Angriff. Der Wind wurde heftiger, schob mich mit seiner Kraft den Hang hinunter. Meine Hündin hatte Schwierigkeiten das Tempo zu folgen, ich nahm sie hoch und suchte nach einer Unterstellmöglichkeit für den Fall das das Gewitter schneller ist als das ich das Hotel erreiche.Ich drehte mich immer wieder um, um die Wolken zu beobachten.Mein Schritt wurde schneller noch .200 Meter dann habe ich eine Baumgruppe erreicht.Und dann schoss es mir durch den Kopf was meine Oma mir immer über Gewitter erzählte für den Fall das sie mich mal erwischen sollten,Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen . Aber schlägt ein Blitz nicht immer an der höchsten Stelle ein? da ich mich Talabwärts bewegte, ist alles was hinter mir liegt nicht höher?

Die Donner wurden heftiger, Blitze zuckten durch den Himmel, noch ein paar Meter dann habe ich die Baumgruppe erreicht

Das Wolkenungeheuer war schneller, der Schauer erwischte uns mit voller Wucht, ich drücke meine Kleine fest an mich heran und rannte bis ich schließlich die Baugruppe erreichte. Die Bäume lieferten uns den nötigen Schutz, das ich dort abwarten wollte bis das schlimmste vorbei war.

Mein Blick wanderte zu dem Hang, der Bank die nur noch eine Größe einer Stecknadel hatte und erstarrte. Direkt neben der Bank steht eine Eiche im Mischwald nichts ungewöhnliches. Wie war das noch mit Eichen und Buchen,aber die Antwort konnte ich mir nicht mehr geben. Ein heftiger Blitz schlug gerade in diesem Baum ein, ein helles Licht blendete mich. Als ich wieder richtig sehen konnte sah ich wie der Blitz den Baum geteilt und die eine Hälfte direkt die Bank vergrub.  Einen großen Teil des Weges, den ich noch kurz vorher nahm, war versperrte. Ein paar Minuten später los gelaufen …..Ich will mir gar nicht ausmalen was wäre wenn......Zufall das ich das Gewitter rechtzeitig bemerkt habe oder nur Glück?

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Schreiberling